Wirbelsäule · ICD-10 M43.0

Spondylolyse

Auch bekannt als: Wirbelbogenspalte, Spalt im Wirbelbogen

Auf dieser Seite lesen Sie, was eine Spondylolyse (M43.0) ist und in welchen Fällen ein digital begleitetes Bewegungsprogramm die ärztliche Betreuung ergänzen kann. Die Seite wendet sich an Ärzte und an Betroffene.

Passendes Programm:Herodikos Plus

Das Krankheitsbild

Bei der Spondylolyse besteht eine Spaltbildung oder Unterbrechung im Zwischengelenkstück des Wirbelbogens, der sogenannten Pars interarticularis. Meist ist der fünfte, seltener der vierte Lendenwirbel betroffen. Als Ursache gelten eine anlagebedingte Schwäche und wiederholte Überlastung, vor allem durch häufiges Überstrecken der Lendenwirbelsäule. Deshalb tritt die Veränderung gehäuft bei jungen Sportlern auf, etwa im Turnen, Kunstspringen, Handball oder Speerwurf.

Viele Menschen mit Spondylolyse bleiben beschwerdefrei. Treten Symptome auf, sind es meist belastungsabhängige tiefe Kreuzschmerzen, die sich beim Überstrecken verstärken. Als Folge kann sich eine Spondylolisthesis, ein Wirbelgleiten, entwickeln. Bei Jugendlichen mit anhaltenden Rückenschmerzen im Sport ist eine fachärztliche Abklärung wichtig. Kraftverlust, Taubheit oder Blasen- und Darmstörungen sind Warnzeichen und gehören sofort in ärztliche Hand.

Rolle der Bewegungstherapie

Die Behandlung ist in der Regel konservativ. Bei frischen, schmerzhaften Verläufen wird häufig eine zeitweise Belastungsreduktion empfohlen, über deren Dauer der Arzt entscheidet. Danach steht ein schrittweiser Aufbau der tiefen Rumpfmuskulatur im Vordergrund, kombiniert mit Dehnung der Hüftbeuger und der Beinrückseite. Dadurch soll die Lendenwirbelsäule im Alltag und im Sport besser geführt und entlastet werden.

Wie gut die Heilung der Spaltbildung selbst gelingt, hängt von Alter, Befund und Verlauf ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Die Belege zu einzelnen Übungsprogrammen sind begrenzt. Der Wiedereinstieg in den Sport sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgestimmt sein.

Passendes Versorgungsprogramm

Herodikos Plus kommt für Erwachsene ab 18 Jahren in Betracht, deren Beschwerden nicht-spezifisch, mittel- bis hochgradig und höchstens 6 Monate alt sind. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist das Programm nicht vorgesehen. Die persönliche Video-Physiotherapie alle 2 Wochen ermöglicht es, die Übungen genau auf die Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule abzustimmen und Überstreckungen zu vermeiden.

In der App finden sich über 200 Übungen mit Video- und Sprachanleitung zu Mobilisation, Kräftigung, Yoga und Entspannung, die zu einem individuellen Trainingsplan über 3 bis 12 Monate zusammengestellt werden. Der Patient scannt zur Einschreibung den QR-Code und bucht den Ersttermin in etwa 2 Minuten selbst. Die Praxis erhält im Schnitt 40 EUR, bis zu 80 EUR pro Verordnung, extrabudgetär.

Herodikos Plus

Teilnahme bei Spondylolyse

  • Patient ist bei einer teilnehmenden Kasse versichert
  • Passende Indikation liegt vor (nicht-spezifisch, mittel- bis hochgradig, max. 6 Monate)
  • Patient ist mindestens 18 Jahre alt

Vergütung: Ø 40 EUR, bis 80 EUR, extrabudgetär · Dauer: 3 bis 12 Monate

Teilnehmende Krankenkassen bei M43.0

  • TK
  • AOK Niedersachsen
  • hkk
  • Mobil BKK
  • HEK

So funktioniert die Einschreibung

  1. 1 Patient scannt den QR-Code.
  2. 2 Patient bucht sich direkt selbst einen Ersttermin — ca. 2 Minuten Aufwand.
  3. 3 Extrabudgetäre Abrechnung läuft automatisch.
Mehr zu Herodikos PlusPraxis direkt registrierenKooperationslink – für Sie kostenfrei

Häufige Fragen

Ist eine Spondylolyse gefährlich?

In den meisten Fällen nicht. Viele Betroffene haben nie Beschwerden. Bei anhaltenden Schmerzen oder im Verlauf kann sich ein Wirbelgleiten entwickeln, deshalb ist eine ärztliche Beobachtung sinnvoll.

Darf ich mit Spondylolyse Sport treiben?

Das hängt von Befund und Beschwerden ab. Oft ist eine Pause von belastenden Sportarten mit viel Überstreckung zunächst ratsam, später ein stufenweiser Wiedereinstieg. Die Freigabe erteilt der behandelnde Arzt.

Wann reicht Bewegungstherapie nicht aus?

Bei neurologischen Ausfällen, ausgeprägtem Wirbelgleiten oder fehlender Besserung trotz konservativer Behandlung kann eine weitergehende fachärztliche Therapie nötig sein. Diese Einschätzung nimmt der Arzt vor.

Diese Informationen richten sich an Ärztinnen und Ärzte und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Beratung.