Wirbelsäule · ICD-10 M40.4

Sonstige Lordose

Auch bekannt als: Hohlkreuz, Hohlrücken

Ein ausgeprägtes Hohlkreuz fällt in der Praxis meist erst auf, wenn Rückenschmerzen oder Verspannungen hinzukommen. Diese Seite beschreibt, was hinter der Diagnose Lordose (M40.4) steht und wie Bewegungstherapie dabei unterstützen kann.

Passendes Programm:Herodikos Plus

Das Krankheitsbild

Die Wirbelsäule ist im Lenden- und Halsbereich normalerweise leicht nach vorn gewölbt, das ist die physiologische Lordose. Bei einer verstärkten Lordose ist diese Krümmung vermehrt ausgeprägt, am häufigsten im Bereich der Lendenwirbelsäule, im Alltag als Hohlkreuz bekannt. Das Becken ist dabei oft nach vorn gekippt, der Bauch tritt hervor, die Gesäßmuskulatur wirkt flach.

Als Ursachen kommen unter anderem muskuläre Dysbalancen, etwa eine verkürzte Hüftbeugemuskulatur und eine schwache Bauch- und Gesäßmuskulatur, langes Sitzen, Übergewicht oder Schwangerschaft in Betracht. Seltener liegen strukturelle Ursachen vor, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Ein verstärktes Hohlkreuz verursacht nicht bei jedem Menschen Beschwerden. Strahlen Schmerzen ins Bein aus oder treten Gefühlsstörungen oder Lähmungen auf, ist eine zeitnahe Untersuchung nötig.

Rolle der Bewegungstherapie

Wenn muskuläre Ungleichgewichte beteiligt sind, bietet sich ein Training an, das Dehnung und Kräftigung kombiniert. Üblich sind Übungen, die die Hüftbeuger mobilisieren, die Bauch- und Gesäßmuskulatur kräftigen und die Beckenstellung bewusster steuern lassen. Auch Übungen zur Körperwahrnehmung gehören dazu.

Die Studienlage speziell zur Lordose ist begrenzt; viele Empfehlungen stützen sich auf Erfahrung und auf die allgemeine Evidenz zu Rückenschmerzen, wonach aktive Bewegung als zentraler Baustein gilt. Ob sich die Form selbst verändert, lässt sich nicht zusagen. Plausibel ist aber, dass ein ausgewogeneres Muskelspiel Belastungsspitzen im unteren Rücken verringern und Beschwerden mindern kann. Dafür braucht es Regelmäßigkeit über Monate und eine verständliche Anleitung.

Passendes Versorgungsprogramm

Herodikos Plus kommt bei Patienten mit einer verstärkten Lordose in Frage, wenn sie unter nicht-spezifischen Rückenbeschwerden mittel- bis hochgradiger Ausprägung leiden, die maximal sechs Monate bestehen, und mindestens 18 Jahre alt sind. In der App finden sich über 200 Übungen mit Video- und Sprachanleitung, darunter Mobilisation, Kräftigung, Yoga und Entspannung, die zu einem individuellen Plan zusammengestellt werden.

Alle zwei Wochen begleitet ein echter Physiotherapeut per Video, kontrolliert die Ausführung und passt die Übungen an. Das Programm läuft 3 bis 12 Monate. Die Einschreibung ist schnell erledigt: QR-Code scannen, Ersttermin selbst buchen. Für Ihre Praxis bedeutet das im Schnitt 40 EUR, bis zu 80 EUR pro Verordnung, extrabudgetär. Alle Fachrichtungen dürfen einschreiben.

Herodikos Plus

Teilnahme bei Sonstige Lordose

  • Patient ist bei einer teilnehmenden Kasse versichert
  • Passende Indikation liegt vor (nicht-spezifisch, mittel- bis hochgradig, max. 6 Monate)
  • Patient ist mindestens 18 Jahre alt

Vergütung: Ø 40 EUR, bis 80 EUR, extrabudgetär · Dauer: 3 bis 12 Monate

Teilnehmende Krankenkassen bei M40.4

  • TK
  • AOK Niedersachsen
  • hkk
  • Mobil BKK
  • HEK

So funktioniert die Einschreibung

  1. 1 Patient scannt den QR-Code.
  2. 2 Patient bucht sich direkt selbst einen Ersttermin — ca. 2 Minuten Aufwand.
  3. 3 Extrabudgetäre Abrechnung läuft automatisch.
Mehr zu Herodikos PlusPraxis direkt registrierenKooperationslink – für Sie kostenfrei

Häufige Fragen

Ist ein ausgeprägtes Hohlkreuz immer behandlungsbedürftig?

Nein. Die Lordose variiert von Mensch zu Mensch stark. Behandlungsbedarf besteht in der Regel erst, wenn Beschwerden auftreten oder strukturelle Ursachen vermutet werden.

Welche Muskelgruppen stehen im Training meist im Mittelpunkt?

Häufig werden Hüftbeuger mobilisiert und Bauch-, Gesäß- und Rückenmuskulatur gekräftigt. Der konkrete Plan richtet sich nach den individuellen Befunden und wird im Verlauf angepasst.

Kann Training die Lordose zurückbilden?

Eine Veränderung der Form lässt sich nicht zusagen. Das Training soll Muskelkraft, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung fördern und damit Beschwerden positiv beeinflussen.

Diese Informationen richten sich an Ärztinnen und Ärzte und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Beratung.