Das Krankheitsbild
Unter einer Bursitis trochanterica versteht man eine Reizung des Schleimbeutels über dem großen Rollhügel des Oberschenkelknochens. Typisch sind Schmerzen an der Hüftaußenseite, die beim Liegen auf der betroffenen Seite, beim Treppensteigen oder nach längerem Gehen zunehmen können. Betroffen sind häufiger Frauen mittleren und höheren Alters.
In der Fachliteratur wird zunehmend darauf hingewiesen, dass hinter den Beschwerden oft nicht der Schleimbeutel allein steckt. Häufig sind auch die Sehnen der seitlichen Gesäßmuskulatur beteiligt, weshalb auch vom Trochanterschmerzsyndrom gesprochen wird. Differenzialdiagnostisch müssen unter anderem Hüftgelenkserkrankungen und Beschwerden aus der Lendenwirbelsäule bedacht werden. Die Abklärung gehört in ärztliche Hände.
Rolle der Bewegungstherapie
Bei Beschwerden dieser Art gelten Aufklärung, Belastungsanpassung und ein aufgebautes Training der hüftstabilisierenden Muskulatur als zentrale Bausteine. Im Mittelpunkt stehen meist die seitlichen Gesäßmuskeln, die das Becken beim Gehen und Stehen stabilisieren. Ziel ist, die Sehnenansätze schrittweise wieder belastbar zu machen und provozierende Positionen im Alltag zu erkennen, etwa das Übereinanderschlagen der Beine oder das Schlafen auf der schmerzhaften Seite.
Die Studienlage zu einzelnen Übungsprogrammen ist begrenzt, und Beschwerden können sich über Wochen bis Monate hinziehen. Entscheidend ist deshalb die Regelmäßigkeit: Wer zwischen den Therapieterminen selbstständig übt und dabei fachlich begleitet wird, hat bessere Voraussetzungen, die Belastung sinnvoll zu steigern. Bei starken nächtlichen Schmerzen, Fieber, Rötung oder Überwärmung sollte vorab ärztlich geklärt werden, ob andere Ursachen vorliegen.
Passendes Versorgungsprogramm
Für diese Diagnose kommt Herodikos Plus in Betracht. Das Programm verbindet eine App mit über 200 Übungen, darunter Mobilisation und Kräftigung mit Video- und Sprachanleitung, mit einer persönlichen Video-Physiotherapie alle 2 Wochen. So kann der Trainingsplan an den Verlauf angepasst werden, etwa wenn bestimmte Übungen die seitliche Hüfte reizen und Alternativen gefragt sind. Die Laufzeit beträgt 3 bis 12 Monate.
Voraussetzung ist, dass die Indikation passt (nicht spezifisch, mittel- bis hochgradig, höchstens 6 Monate), der Patient mindestens 18 Jahre alt und bei einer teilnehmenden Kasse versichert ist. Die Einschreibung ist unkompliziert: Der Patient scannt einen QR-Code und bucht selbst einen Ersttermin, das dauert etwa 2 Minuten. Für Ihre Praxis wird die Verordnung im Schnitt mit 40 EUR, bis zu 80 EUR vergütet, extrabudgetär. Für Patienten ist die Teilnahme kostenfrei.
Teilnahme bei Bursitis trochanterica
- Patient ist bei einer teilnehmenden Kasse versichert
- Passende Indikation liegt vor (nicht-spezifisch, mittel- bis hochgradig, max. 6 Monate)
- Patient ist mindestens 18 Jahre alt
Vergütung: Ø 40 EUR, bis 80 EUR, extrabudgetär · Dauer: 3 bis 12 Monate
Teilnehmende Krankenkassen bei M70.6
- TK
- AOK Niedersachsen
- hkk
- Mobil BKK
- HEK
So funktioniert die Einschreibung
- 1 Patient scannt den QR-Code.
- 2 Patient bucht sich direkt selbst einen Ersttermin — ca. 2 Minuten Aufwand.
- 3 Extrabudgetäre Abrechnung läuft automatisch.
Häufige Fragen
Ersetzt das Programm die ärztliche Abklärung der Hüftschmerzen?
Nein. Die Diagnose und der Ausschluss anderer Ursachen, etwa einer Hüftgelenkserkrankung oder von Beschwerden aus dem Rücken, bleiben ärztliche Aufgaben. Herodikos Plus ergänzt die Behandlung durch ein angeleitetes Training.
Wie kann sich ein Patient mit Bursitis trochanterica anmelden?
Nach Ihrer Verordnung scannt der Patient einen QR-Code und bucht selbstständig einen Ersttermin. Dieser Schritt dauert etwa 2 Minuten. Danach erhält er einen individuellen Trainingsplan in der App.
Darf ich als Ärztin oder Arzt jeder Fachrichtung verordnen?
Ja, bei Herodikos Plus dürfen alle ärztlichen Fachrichtungen einschreiben. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und belastet damit weder Ihr Heilmittelbudget noch Ihr Regelleistungsvolumen.
Diese Informationen richten sich an Ärztinnen und Ärzte und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Beratung.